FK
1000 „Offener Kastenwagen“
Bauzeitraum: 1953 - 1961
Baujahr: 1960
Motor/Hubraum: 4-Zylinder OHV-Reihenmotor mit 1.487 ccm
Leistung: 55 PS / 40 kW
Als der Kleintransporter FK 1000 (FK als Abkürzung für Ford Köln, die
Zahl steht für die Nutzlast von 1.000 Kg.) 1953 auf den Markt kam, war
er das erste von Ford nach dem Krieg gebaute Nutzfahrzeug. Es war die
Reaktion von Ford auf den Wettbewerb des VW Transporters T1, des Tempo
Matador und des DKW-Schnelllasters. Mit dem vom 12M stammenden
4-Zylinder Reihenmotor mit 38 PS lag der FK 1000 an der Spitze und wurde
in den Medien als „Renntransporter“ bezeichnet. 1955 erhielt er mit dem
1.5 Liter OHV-Motor sogar noch eine Kraftspritze und brachte es nun auf
55 PS. 1958 wurde ein zusätzliches Model mit höherer Nutzlast ins
Programm genommen (FK 1250). Mit dem 1961er Modell wurde der Name FK
abgeschafft und es tauchte erstmals der Begriff „Transit“ im Namen auf,
der bis heute ein Bestseller im Nutzfahrzeugbereich geblieben ist.
Obwohl der gezeigte FK 1000 sich als „Pritsche“ präsentiert, wird er im
Original Fahrzeugbrief als „offener Kastenwagen“ bezeichnet und wurde am
10. Oktober 1960 erstmals zugelassen. Im Brief steht, dass er mit dem
Kennzeichen JÜL - S 922 im Familienbesitz einer Kohlenhandlung aus
Jülich war, für die er seinen Dienst mit dem Transport von Kohlesäcken
versah. Das Fahrzeug wurde 1967 mit gleichem Kennzeichen auf ein anderes
Familienmitglied umgeschrieben. Für den Kohlentransport war der FK 1000
damals bei einem Leergewicht von 1.120 Kilogramm und der Nutzlast von
einer Tonne bestens geeignet. Diese Ladung konnte er mit bis zu 100 km/h
Höchstgeschwindigkeit transportieren.
Im Jahr 2011 wurde er von der Enkeltochter des letzten Besitzers den
Ford-Werken zum Kauf angeboten und heute ist er wieder in Köln zu Hause,
dort wo er 1960 erstmals das Licht der Welt erblickte. Sein Zustand war
als restaurationsbedürftig zu bezeichnen: Der FK 1000 wurde komplett
zerlegt und bis zur letzten Schraube überholt. Der Rahmen wurde
geschweißt und neue Bleche wurden von Hand hergestellt. Einzelne
Achsenteile konnten durch noch verfügbare Teile ersetzt werden. Der
Motor (der auch im Taunus P3 Verwendung fand) wurde zerlegt und neu
aufgebaut, sowie alle Verschleißteile erneuert. Am Schluss wurde das
Fahrzeug in einem der Ursprungsfarbe nahekommenden RAL Ton „Grau“ neu
lackiert.