Escort 1,6 Liter
Automatik
Bauzeitraum: 1983 - 1985
Erstzulassung: 7/1983
Motor/Hubraum: 4-Zylinder Reihenmotor mit 1.567 ccm
Leistung: 79 PS / 58 kW
Die dritte Escort-Generation mit dem
Codenamen Erika, die ab dem 26. September 1980 in Deutschland zu
Preisen zwischen 11.000 und 17.000 DM erhältlich war, bedeutete eine
radikale Abkehr von den beiden vorhergehenden Escort Modellreihen, die
seit Anfang 1967 das Ford Angebot in Europa bereichert hatten. Der
Escort '81 war das erste Modell der Baureihe mit Schrägheck
(„Aeroheck“), Quermotor mit Frontantrieb und hinterer
Einzelrad-aufhängung. Der Escort MK3 wurde als Zwei- und Fünftürer
sowie als dreitürige (später 5-türige) Turnier-Variante angeboten. Ab
Mitte 1983 kam er auch als Viertürer unter dem Namen Orion in den
Verkauf. Neu waren auch die speziell für diese Baureihe entwickelten
CVH-Motoren. Zum Verkaufsstart des in Europa als „Auto des Jahres
1981“ prämierten Fahrzeugs standen neben fünf verschiedenen
Ausstattungslinien (Basis, L, GL, Ghia und XR3) auch fünf Motoren zur
Auswahl: ein 1,1-Liter CVH-Motor mit 55 oder 59 PS, der 1,3-Liter
CVH-Motor mit 69 PS und der 1,6-Liter CVH-Motor mit 79 und mit 96 PS
im sportlichen XR3. Ab 1983 wurde auch das ATX
3-Gang-Automatikgetriebe angeboten, das damals für seinen guten
Wirkungsgrad bekannt war.
Der hier gezeigte Escort Ghia mit der 1,6 L Motorisierung (79 PS) in
der Außenfarbe Sienna-Braun (innen Beige) wurde im Juli 1983 mit
Automatikgetriebe an den Onkel des heutigen Besitzers ausgeliefert.
Für den Sprint von 0-100 km/h benötigte dieser Escort 13,9 Sekunden
und erreichte seine Höchstgeschwindigkeit mit 163 km/h. Über viele
Jahre wurde er zum „Auto der Kindheit“ aus der Sicht des heutigen
Besitzers. Als die Karosserie 1996 verschrottet werden musste,
schlachtete er den Escort von Onkel Gerry bis zur letzten Schraube aus
und bewahrte ALLE Einzelteile auf. Nachdem in den folgenden 28 Jahren
kein „Doppelgänger“ zu finden war, ergab sich 2024 die Gelegenheit,
ein passendes Fahrzeug mit rostfreier Karosserie zu kaufen. Innerhalb
von zwei Monaten wurde das Projekt umgesetzt: Lackierung in
Sienna-Braun, Einbau der Innenausstattung in Beige, des Lenkrades und
Tachos (mit original km-Stand von 1996) sowie des Kassettenradios aus
dem Originalfahrzeug von 1983. Schließlich erhielt die Replika genau
das Nummernschild vom „Auto der Kindheit“ von 1983 – nun als
Oldtimer-Wunschkennzeichen.
Das Fahrzeug besitzt eine Mehrausstattung, die es von den meisten
Escort Modellen aus der Ära unterscheidet, die eher einfach
ausgestattet waren: neben dem Glasschiebedach sind
Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorne, ein
4-Lautsprecher-System mit Joystick in der Mittelkonsole sowie
Econo-Verbrauchswarnleuchten im Tachofeld verbaut. Zusätzlich
individualisiert wurde das Fahrzeug mit dem FOHA Heckspoiler und Bosch
Nebelscheinwerfern, beides speziell für den Escort MK3 von Ford für
das Zubehörprogramm entwickelt.