Techno Classica 2025


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Capri 2.8 Turbo

Bauzeitraum: 1978 – 1986
Erstzulassung: 07/1982
Motor/Hubraum: V6-Turbomotor mit 2.772 ccm
Leistung: 188 PS / 138 kW

Im März 1978 präsentierte Ford mit dem Capri III eine stark überarbeitete Variante der 2. Baureihe dieses Modells. Optische Merkmale waren eine über die serienmäßigen Doppelscheinwerfer gezogene Motorhaube, Änderungen beim Gitter des Kühlergrills, umgreifende Stoßstangen und ein kleiner Frontspoiler. Bis zum Ende dieser Baureihe im Jahr 1986 stieg die Produktion aller Capri-Modelle seit 1969 auf fast 1,9 Millionen Stück.

Als neue Topversion wurde im Sommer 1981 parallel zum bereits im Modell-Programm verfügbaren Capri 2.8i mit 160 PS der Capri Turbo vorgestellt, der es mit dem V6-Vergasermotor und einem Garrett T04 B50 Turbolader mit 0,4 bar Ladedruck auf 188 PS brachte. Optisch hatte der Turbo einen Karosserie-Kit mit Verbreiterungen, einen großem Frontspoiler und einem Heckflügel. Vom Capri 2.8 Injection erbte er das Sportfahrwerk mit Gasdruckstoßdämpfern, verstärkten Stabilisatoren und einer Tieferlegung um 25 mm. Serienmäßig gab es ein 4-Gang-Getriebe und eine 75% ZF Hinterachssperre. Er rollte ab Werk auf 7.5x13“ Felgen der Firma Ronal mit Reifen der Größe 235/60 VR13. Das Fahrzeug beschleunigte in 8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Im Innenraum gab es Sportsitze, eine große Mittelkonsole, ein Ford RS Lenkrad und spezielle Innenverkleidungen. Der Preis des auf 200 Stück begrenzten Sportlers lag bei ca. 33.000 DM. Heute liegt die vermutete, noch vorhandene Stückzahl unter 100 und die Fahrzeuge werden zu hohen Liebhaberpreisen gehandelt.

Der hier ausgestellte Capri Turbo in der Farbe „Strato Silber metallic“ ist seit 1984 beim 2. Besitzer und der Kilometerstand liegt noch knapp unter 100.000 Kilometern. Das Fahrzeug wurde in vielen Bereichen gegenüber der Serie perfektioniert: außen mit Seitenschwellern der Firma Suhe, einer Blende zwischen den Rückleuchten und der hinteren Stoßstange mit integriertem Nummernschild. Unter der Motorhaube fanden eine Domstrebe und ein geänderter Luftfilter Platz. Das Fahrwerk wurde um einen weiteren Millimeter tiefer gelegt und die serienmäßigen Ronal 13“ Felgen durch ATS Felgen 9x15 mit 225/50 R15 Bereifung ersetzt. Im Innenraum fallen die Eigenbau-Mittelkonsole mit Zusatzinstrumenten und Hosenträger-Gurte auf der Fahrerseite auf. Insgesamt wurden zahlreiche Komponenten durch Neuteile ersetzt (z.B. Fahrwerk, Turbolader, Kühler, Auspuff und Vergaser), andere Bereiche wie die Sitze vorne, Motor, Getriebe und Hinterachse wurden intensiv überarbeitet.

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