Capri
2.8 Turbo
Bauzeitraum: 1978 – 1986
Erstzulassung: 07/1982
Motor/Hubraum: V6-Turbomotor mit 2.772 ccm
Leistung: 188 PS / 138 kW
Im März 1978 präsentierte Ford mit dem
Capri III eine stark überarbeitete Variante der 2. Baureihe dieses
Modells. Optische Merkmale waren eine über die serienmäßigen
Doppelscheinwerfer gezogene Motorhaube, Änderungen beim Gitter des
Kühlergrills, umgreifende Stoßstangen und ein kleiner Frontspoiler.
Bis zum Ende dieser Baureihe im Jahr 1986 stieg die Produktion aller
Capri-Modelle seit 1969 auf fast 1,9 Millionen Stück.
Als neue Topversion wurde im Sommer 1981 parallel zum bereits im
Modell-Programm verfügbaren Capri 2.8i mit 160 PS der Capri Turbo
vorgestellt, der es mit dem V6-Vergasermotor und einem Garrett T04 B50
Turbolader mit 0,4 bar Ladedruck auf 188 PS brachte. Optisch hatte der
Turbo einen Karosserie-Kit mit Verbreiterungen, einen großem
Frontspoiler und einem Heckflügel. Vom Capri 2.8 Injection erbte er
das Sportfahrwerk mit Gasdruckstoßdämpfern, verstärkten Stabilisatoren
und einer Tieferlegung um 25 mm. Serienmäßig gab es ein
4-Gang-Getriebe und eine 75% ZF Hinterachssperre. Er rollte ab Werk
auf 7.5x13“ Felgen der Firma Ronal mit Reifen der Größe 235/60 VR13.
Das Fahrzeug beschleunigte in 8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und
erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Im Innenraum gab es
Sportsitze, eine große Mittelkonsole, ein Ford RS Lenkrad und
spezielle Innenverkleidungen. Der Preis des auf 200 Stück begrenzten
Sportlers lag bei ca. 33.000 DM. Heute liegt die vermutete, noch
vorhandene Stückzahl unter 100 und die Fahrzeuge werden zu hohen
Liebhaberpreisen gehandelt.
Der hier ausgestellte Capri Turbo in der Farbe „Strato Silber
metallic“ ist seit 1984 beim 2. Besitzer und der Kilometerstand liegt
noch knapp unter 100.000 Kilometern. Das Fahrzeug wurde in vielen
Bereichen gegenüber der Serie perfektioniert: außen mit
Seitenschwellern der Firma Suhe, einer Blende zwischen den
Rückleuchten und der hinteren Stoßstange mit integriertem
Nummernschild. Unter der Motorhaube fanden eine Domstrebe und ein
geänderter Luftfilter Platz. Das Fahrwerk wurde um einen weiteren
Millimeter tiefer gelegt und die serienmäßigen Ronal 13“ Felgen durch
ATS Felgen 9x15 mit 225/50 R15 Bereifung ersetzt. Im Innenraum fallen
die Eigenbau-Mittelkonsole mit Zusatzinstrumenten und
Hosenträger-Gurte auf der Fahrerseite auf. Insgesamt wurden zahlreiche
Komponenten durch Neuteile ersetzt (z.B. Fahrwerk, Turbolader, Kühler,
Auspuff und Vergaser), andere Bereiche wie die Sitze vorne, Motor,
Getriebe und Hinterachse wurden intensiv überarbeitet.