Ford
Eifel C
Bauzeitraum: 1935 – 1940 (gesamte Baureihe Ford Eifel)
Baujahr: 09/1936
Motor/Hubraum: 4-Zylinder Reihenmotor mit 1.157 ccm
Leistung: 34 PS / 25 kW
Nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise
stieg die Nachfrage nach kleineren Fahrzeugen in der unteren
Mittelklasse. Der Ford Eifel war darauf die perfekte Antwort von Ford
in Deutschland - er wurde zwischen 1935 und 1940 als Nachfolger des
Ford Köln und Vorgänger des Buckeltaunus in Köln-Niehl gebaut und 1937
bis 1939 aufgrund der hohen Nachfrage auch in Ungarn und Dänemark.
Über alle Modellvarianten hinweg wurde der Eifel mit 61.496
hergestellten Fahrzeugen zum bestverkauften Modell von Ford in
Deutschland vor dem Krieg. Das Motorenangebot umfasste einen 34 PS
Seitenventil-Motor mit 1.157 ccm, der in viele Karosserievarianten des
Ford Eifel eingebaut wurde: Es gab eine zweitürige Limousine,
Cabrio-Limousine, Cabriolet (mit zwei und vier Sitzen) und einen
Roadster, sowie einen Express-Lieferwagen für Gewerbetreibende. Als
fast baugleiches Modell wurde der Ford Eifel zwischen 1934 und 1937
auch in Großbritannien und Spanien produziert.
Der ausgestellte Ford Eifel ist eine zweitürige Limousine aus Kölner
Produktion mit Erstzulassung am 11. September 1936. Neben dem 34 PS
Reihenmotor verfügt er über ein im 2. und 3. Gang synchronisiertes
Dreiganggetriebe. Mit ihrer zweifarbigen Lackierung in Beige/Braun,
der geschwungenen Seitenlinie mit den nach hinten auslaufenden
Kotflügeln entspricht er dem Design-Zeitgeist der 1930er Jahre. Bei
einer Länge von genau 4.00 Metern ist er mit 820 Kilogramm für heutige
Verhältnisse ein Leichtgewicht. Der Durchschnittsverbrauch des Ford
Eifel lag bei ca. 8,0 Litern und er erreichte 100 km/h als
Höchstgeschwindigkeit.
Er kam 2014 zum heutigen Besitzer, nachdem er laut dem damals bereits
vorhandenen Gutachten 1980 komplett restauriert worden war. Schon bei
der Besichtigung des komplett im Originalzustand befindlichen
Fahrzeugs stellte sich heraus, dass beide Türschweller durchgerostet
waren, sodass sie erneuert werden mussten. Nachdem dies in Eigenarbeit
erfolgt war, wurde die Karosserie von der Gürtellinie abwärts bis zu
den Schwellern neu lackiert. Bis heute hat dieser Ford Eifel, soweit
feststellbar, nur 43.000 Kilometer zurückgelegt.