Techno Classica 2025


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LMX - Projekt „Serra“ (Dodge Dart)
 
Bauzeitraum:  1970
Erstzulassung: Prototyp, daher keine Zulassung
Motor/Hubraum:  225cui „Slant-Six“ 6-Zylinder Reihenmotor mit 3,7 Liter Hubraum
Leistung:  145 PS / 107 kW

Gezeigt wird hier das originale Projekt-Chassis von LMX für Pedro Serra ohne Motor, Getriebe und Kardanwelle. Der Rohrrahmen ist von Michele Liprandi (LMX). Das Lenkgetriebe, die Hinterachse, das Differenzial, die hinteren Trommelbremsen und die Vorderachse mit Scheibenbremsen sind original von Dodge.
Es begann auf der Barcelona Motor Show 1970, als dort ein Auto gezeigt wurde, das kaum einer kannte. Es war ein LMX 2300 HCS mit sportlichem Design und einem Motor und anderen mechanischen Komponenten vom Ford Taunus. Am Stand von LMX war auch dessen Entwickler und Ingenieur Michele Liprandi. Wie das Schicksal es wollte, interessiert sich der spanische Automobildesigner Pedro Serra (späterer Entwickler des Dogde 3700 Boulevard) für den LMX und kam mit Liprandi ins Gespräch. Liprandi und Serra vereinbarten, dass Liprandi für Serra ein neues Chassis entwerfen sollte, um darauf die Mechanik des in Spanien hergestellten Dodge Dart zu montieren. Serra selbst wollte sich um die Konstruktion von Aufbau und Body kümmern. 
Das Projekt schritt im Laufe des Jahres 1970 voran mit dem Ziel, ein neues Fahrgestell zu entwerfen, auf das die in Spanien hergestellten mechanischen Dodge-Elemente passen mussten. Da es wohl keine Absprachen über die finalen Maße gab, nahm Liprandi für den ersten Prototyp die gleichen Abmessungen an wie beim LMX 2300 HCS. Später setzte Liprandi eine von Franco Scaglione entworfene LMX-Glasfaser-karosserie auf das Chassis, um zu prüfen, ob der Rohrrahmen mit der Dodge-Technik auch für LMX verwendet werden konnte. Das Projekt wurde aufgegeben, weil es bei Pedro Serra Veränderungen gab und es sich wahrscheinlich nicht mehr ausgezahlt hätte. Trotzdem stellte LMX das Projektauto fertig. Nach der Insolvenz von LMX (1973) erhielt ein Mitarbeiter das Fahrzeug als Ausgleich für offenstehende Lohnzahlungen.

Dieser ehemalige LMX Mitarbeiter verwendete den Prototyp für Autocross-Rennen, wobei er nach kurzer Zeit verunfallte. Ein italienischer LMX-Enthusiast kaufte den demolierten LMX-Prototyp vom Transporter. Er entfernte die zerstörte Karosserie und kaufte aus der Insolvenzmasse von LMX bei SAMAS einen neuen Body und montierte diesen. Erst da bemerkte er, dass mit dem LMX „etwas nicht stimmte“, weil der normale LMX-Body nicht gut auf das Dogde-Chassis passte, ohne zu wissen warum. So ging dieses LMX-Dogde-Projekt im Laufe der Jahre durch mehrere Hände und durchschritt verschiedene „Ausbaustufen“, bis es schließlich beim heutigen Besitzer landete und es diesem gelang, die Historie in Zusammenarbeit mit dem Dodge-Serra-Bouleward-3700-GT-Club in Spanien zu rekonstruieren.

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