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Briefkopf der Firma HebmüllerSeit dem Jahre 1889 baute der gelernte Stellmacher Joseph Hebmüller in Barmen Kutschwagen.
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Doch erst 1919, nach dem Tod des Firmengründers, begannen seine vier Söhne die Herstellung von Automobil-Karosserien. Der Auftragseingang entwickelte sich derart lebhaft, daß man in Wülfrath 1924 das Werk II und 1936 das Werk III eröffnen mußte.
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Sehr gepflegt wurden bis zum Zweiten Weltkrieg die Einzelanfertigungen, doch schon Ende der zwanziger Jahre hatte man auch die Serienproduktion aufgenommen. Begonnen hat sie mit Taxi-Aufbauten auf dem Ford A-Modell.
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Eine ersprießliche Zusammenarbeit fand schließlich mit Opel, Hanomag und Hansa statt. Bekannt und geschätzt wurde der Name Hebmüller damals vor allem durch die hervorragend gelungenen Zweisitzer-Cabriolets auf den Opel Sechszylinder-Fahrgestellen vom 2 Liter bis zum Admiral. Auffallende Erscheinungen waren ferner die Pullmann-Sechssitzer auf Admiral und Ford V8 Basis.
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Ford V8 Pullmann Limousine
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Karosserien sportlichen Stils fertigte Hebmüller für Hanomag und Hansa. Außerdem entwickelte man zusammen mit Krupp Wehrmachtsfahrzeuge und baute Flugzeug Attrappen.
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Der Krieg verursachte erhebliche Schäden und danach blieb das Werk jahrelang von der Besatzungsmacht in Anspruch genommen. 1948 konnte der Karosseriebau wieder aufgenommen werden. Serienaufträge kamen mehr als genug, sowohl von Lastwagenfabriken als auch von Ford, DKW, Borgward und vor allem vom Volkswagenwerk.
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VW KübelwagenIm März 1949 begann die Produktion des VW Zweisitzer Cabriolets, doch am 23.7.49 vernichtete eine Großbrand das Wülfrather Werk. Nach raschem Wiederaufbau konnte weitergearbeitet werden. Im April 1950 war die Anlaufserie für das Volkswagenwerk (750 Wagen) abgewickelt, doch irgendetwas muß schiefgelaufen sein. Trotz guter Auftragslage stimmte die Kasse nicht mehr, und die Firma mußte im Mai 1952 den Konkurs anmelden.
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VW Cabriolet Typ 14AZunächst übernahm das Hamburger Tempo-Werk die Anlagen, überließ sie aber 1956 Ford, die seitdem dort mit 800 Mitarbeitern eine Teilefertigung betreiben, die später in den Visteon Verbund überging. Heute werden dort hauptsächlich Lenkungsteile für Ford und Jaguar gebaut.
In bescheidenem Umfang führte ein Hebmüller im ehemaligen Stammwerk Wuppertal noch Karosserie Reparaturen aus.tm