Focus RS Weltpremiere 2015
Niehl Halle W (altes V6 Motorenwerk)

Es gibt kaum ein anderes Markenemblem in der Sportwagenwelt, das mehr Emotionen wachruft als Ford RS. In den fast fünfzig Jahren seines Bestehens ist es zum Synonym für Leistung durch Innovation geworden.

Am 3. Februar, wurde der neue Focus RS im alten Motorenwerk (Halle W) der internationalen Presse vorgestellt. Ford informierte in diesem Zusammenhang auch über die lange Historie der „RS“-Modelle. Unser FOMCC präsentierte zusammen mit befreundeten Clubs Meilensteine der RS Geschichte in einer anspruchsvollen Choreographie. Beginnend mit dem 15M RS (P6) über Capri RS2600 und Sierra RS Cosworth. FOMCC’ler Jürgen vertrat unseren Club mit seinem Escort II RS2000 im ‘ConcouRS’ und gewann sogar den zweiten Preis ind er Publikumswertung. Achim bewegte einen RS aus der Werkssammlung.

Überraschungsgast Ken Block zeigte sein fahrerisches Können mit dem neuesten Allrad RS und signierte für FOMCC'ler Frank dessen RS500.




Die komplette Show kann man sich hier anschauen:

Das Logo „RS“ blickt bei Ford auf eine lange und erfolgreiche Historie zurück, die bis ins Jahr 1968 zurückreicht.Die ersten Ford, die den Namen „RS“ trugen, waren der 15M RS aus der Modellreihe P6 sowie der 17M RS und 20M RS der Produktlinie P7, die im März 1968 in Produktion gingen.

1970 folgte das erste wirklich sportliche RS-Modell aus europäischer Fertigung: Der Escort RS 1600 setzte als erster Ford auf Vierventil-Technologie in Verbindung mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Wie viele seiner Nachfolge-Modelle feierte er Erfolge in allen wichtigen Rennsport-Wettbewerben, gewann zum Beispiel 1972 die legendäre „East African Safari“-Rallye oder auch die Tourenwagen-Europameisterschaft 1974.

Auch die sportlichen Topmodelle der Ford Capri-Baureihe, der RS2600 (1970) und der RS3100 (1973), fuhren von Triumph zu Triumph – darunter etwa die Tourenwagen-EM-Titel 1971 und 1972.

Ab Mitte der 70er Jahre stieg der auf dem Escort zweiter Generation basierende RS2000 mit seinen vier Hauptscheinwerfern zum Seriensieger auf und wurde der meistverkaufte Ford RS aller Zeiten, während sich der RS1800 im Rallyesport einen Namen machte.
Setzte der RS1600i von 1981 erstmals auf Benzineinspritzung und Schaltgetriebe mit fünf Vorwärtsgängen, so sorgte drei Jahre später der 130 PS starke Escort RS Turbo mit aufgeladenem 1,6-Liter-Motor und serienmäßigem Sperrdifferenzial für Aufsehen.

Die Show stahl ihm wenig später der Ford RS200: Konzipiert als kompromissloser Mittelmotor-Allradler für das damals in der Rallye-WM noch gültige Gruppe B-Reglement, wurde dieser zwischen 1984 und 1986 in streng begrenzter Stückzahl von lediglich 200 Einheiten hergestellt. Den Antrieb übernahm ein gut 1,8 Liter großer Vierventil-Turbomotor von Cosworth, das besonders verwindungssteife Monocoque-Chassis entsprach mit seiner Aluminium-Honigwaben-Struktur reinster Rennsport-Technologie. Der RS200 war das bis dahin exklusivste und teuerste Ford RS-Modell.

Mitte der 80er Jahre schlug die Stunde des gut 240 km/h schnellen Ford Sierra RS Cosworth, der als 204 PS starkes Fließheck-Serienmodell mit Heckantrieb („Flügel-Cossie“) mit einem einzigartigen Preis-Wert-Verhältnis überzeugte. Später bot Ford den RS Cosworth auch mit Stufenheck und 220 PS (1988) sowie als Allradler (1990) an. Schnell stellten sich auch in der Rallye-WM Erfolge ein.
Der Sierra RS500 Cosworth erwies sich ab 1987 als Überflieger im Motorsport, sodass teilweise Reglements geändert wurden, um zu verhindern, dass er jedes einzelne Rennen gewinnt.

In den 90er Jahren konzentrierte sich Ford wieder verschärft auf die Königsklasse des Rallyesports und präsentierte 1992 den allradgetriebenen, 220 PS starken Escort RS Cosworth, der 1994 die Rallye Monte Carlo gewann. Er bot auch die Basis für die Entwicklung des ersten World Rally Cars (WRC), das 1997 und 1998 das letzte Kapitel in der Historie des Ford Escort in der Rallye-WM schrieb.

In diese Phase fiel auch das Marktdebüt zweier RS-Versionen des frontgetriebenen Fiesta: Dem RS Turbo von 1990 folgte 1992 der RS1800 mit dem preisgekrönten Ford Zetec 16V-Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Diese Varianten wurden begleitet von etwas zivileren Versionen des Escort RS2000 mit Frontantrieb (1991) und Allrad-Technologie (1994).

2002 debütierte der serienmäßig mit einem Sperrdifferenzial ausgerüstete Ford Focus RS mit dem 215 PS starken 2,0-Liter-Duratec-Turbo. Die auf exakt 4.501 Exemplare limitierte Edition war schnell ausverkauft. 2009 ging der Ford Focus RS zweiter Generation mit einer Topleistung von 224 kW (305 PS) an den Start. Erstmals kamen die innovative „Revo“-Vorderradaufhängung und ein Quaife-Sperrdifferenzial mit automatischer Drehmomentverteilung zum Einsatz.
2010 markierte die RS500 getaufte Sonderedition einen weiteren Höhepunkt. Die auf 500 Exemplare limitierte Auflage erhielt einen leistungsgesteigerten 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder mit 257 kW (350 PS) und als charakteristischstes Merkmal eine Folierung in Matt-Schwarz inklusive farblich abgestimmter 19-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Text, Fotos und Video: Ford/FOMCC


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