Ford Escort II

Baujahre: 1974-1980 in Halewood (GB), Cork (Irland), Saarlouis, Amsterdam (Niederlande), IsraelHomebush (Australien), Wiri (Neuseeland) und Taiwan, Stückzahl ca. 1.607.000 weltweit
Motor: Vierzylinder Reihenmotoren
Kraftübertragung: 4-Gang Schaltgetriebe (a.W. Automatik) und Heckantrieb

Escort II
Escort 1975

Im Gegensatz zum „Hundeknochen“ Escort, der eine rein englische Entwicklung war, zeichnete nun die Kölner Ford Entwicklung verantwortlich für dessen Nachfolger (Codename „Brenda“).
Die Technik wurde bis auf die neuen Getriebe aus Bordeaux fast unverändert übernommen, das Äußere jedoch deutlich geglättet und modernisiert. Natürlich war Hauptkonkurrent Volkswagen mit dem Golf und dessen Frontantrieb technisch eine Nasenlänge voraus, dennoch verkauft sich der neue Escort speziell in Großbritannien immer noch sehr gut.
Deutsche Tester kritisierten jedoch das simple Fahrwerk mit seiner Starrachse an Blattfedern hinten, lobten aber die besonders bei der Top Motorisierung recht sportlichen Motoren.

Escort RS2000 1979
Escort RS2000 1979 (englisches Modell)

Der aus dem Cortina übernommene 2-Liter Pinto Motor des RS2000 galt als standfest und einfach zu tunen. Auch von außen kam der RS2000 mit seiner Doppelscheinwerfer Front recht sportlich daher. Diese aerodynamische "droop snoot" Front aus Polyurethan wurde auch für die sportlichen Australien Modelle (sogar als Viertürer) übernommen. Im deutschen Fernsehen lief damals die englische Krimiserie "Die Profis", ein RS2000 spielte neben diversen Capri und Granada Modellen die Hauptrolle.

Escort RS1800
Escort RS1800 - RAC Rallye

1975 präsentierte die Motorsportabteilung in Boreham den 1,8 Liter RS1800 als Rallyeauto für die Weltmeisterschaft. Den ersten Sieg erlangte Timo Mäkinen noch im gleichen Jahr bei der RAC Rallye, im Jahr drauf konnte Roger Clark erneut diese Rallye auf dem Escort gewinnen.
Roger Clark, Hannu Mikkola und Björn Waldegard waren Ford’s Top Rallye-Piloten und konnten wichtige Siege bei der East Africa, der Akropolis, 1.000 Seen und RAC Rallye einfahren.

1979 startete Ford gut vorbereitet in die Rallye Saison. Schon im Vorjahr hatte ein Abarth 131 nur mit knappem Vorsprung den Titel geholt und der überzeugende 2,0 Liter BDA Cosworth Motor des Ford Escort leistete nun 260 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute. Gleich im ersten Rennen in Monte Carlo kam der Escort RS auf Platz 2. Das schwedische Team Hannu Mikkola / Arne Hertz konnte zudem auf den unbefestigten Strecken in Portugal überzeugen, auch in Neuseeland erkämpfte sich das Team Platz 1. In Großbritannien, wo ein Escort zum siebten Mal hintereinander den Rallye Wettkampf für sich entschied, gewannen die beiden Schweden erneut und Ford schloss die Saison mit dem WM Titel ab. Ein Sieg mit besonderer Bedeutung, war doch '79 die letzte Saison, in der der Escort in den offiziellen Farben an Rallyes teilnahm.

Klaus Ludwig im Zakspeed Escort 1976
Klaus Ludwig im Zakspeed Escort 1976

Die deutschen Aktivitäten rund um die Motorsport Abteilung von Mike Kranefuß konzentrierten sich mehr auf die Rundstrecke. Ein von Zakspeed eingesetzter Turbo Escort gewann schon 1975 mit Hans Heyer am Steuer die deutsche Rennsportmeisterschaft - vor einem '74er Capri. Auch Klaus Ludwig verdiente sich seine ersten Sporen mit dem Escort. 1975 und 1976 wurde er hinter Heyer Zweiter in der Deutschen Rennsportmeisterschaft.

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