Ford Typen Geschichte Teil 3 - Deutschland wird neuer Standort
1919 Im Ersten Weltkrieg überzeugte Percival Perry (der Leiter der britischen Unternehmensfiliale) Henry Ford, eine Traktorenfabrik zu errichten. Standort dieser ersten Spezialfabrik von Ford in Europa war Cork in Irland, wo am 3. Juli 1919 der erste Fordson-Traktor vom Band lief. Ford Irland wurde bis zum Jahr 1920 als privates Unternehmen der Familie Ford betrieben.

Das erste Modell-T Montagewerk nach dem Ersten Weltkrieg wurde unter der Leitung von William Knudsen und Charles Sorensen in Kopenhagen eröffnet, wo am 25. Juni 1919 Ford Denmark gegründet worden war. Knudsen übte Anfang der 20er Jahre einen entscheidenden Einfluss auf die Expansion von Ford in Europa aus, während Sorensen einen Kooperationsvorschlag des ehrgeizigen André Citroën ablehnte.
In dem Bestreben, ein neues Werk für die Belieferung der südeuropäischen Märkte zu bauen, schlug Ford die Errichtung einer neuen Fabrik in Bordeaux vor. Die französischen Behörden zeigten sich jedoch unkooperativ, und so wurde statt dessen ein Montagebetrieb
in einer ehemaligen Weinbodega im Freihafen vom spanischen Cadiz eröffnet. Die Montagearbeiten wurden in Bordeaux in kleinem Rahmen fortgesetzt, ehe 1925 die Produktion schließlich in den Pariser Vorort Asnières verlegt wurde.
Ein bemerkenswertes Werke wurde 1922 in einem ehemaligen Lagerhaus im norditalienischen Triest errichtet. In den 20er Jahren belieferte diese Fabrik 75 Prozent eines Marktes, der 36 Länder auf drei Kontinenten umfasste, einschließlich der Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Georgien und Aserbaidschan.

1921 Bankrott des ersten deutschen Ford Händlers, der "Ford Motor Automobile" in Berlin.
Ford baut als erster Hersteller der Welt mehr als 1 Million Fahrzeuge im Jahr.

1922 Ein T-Modell gewinnt den ersten ADAC "Eifelrundkurs". An den Rennen rund um die Burg Nideggen beteiligte sich regelmäßig der Dürener Ford Händler Gustav Münz auf seinem Ford. Trotz starker Konkurrenz, so gehörte auch Rudolfo Carraciola zu den Rennfahrern in der Eifel, sah Münz oft als Erster die Zielflagge.
Am 4. Februar 1922 erwarb Henry Ford für rund acht Millionen Dollar die Lincoln Motor Company. Diese junge Automobilfirma war erst fünf Jahre zuvor von Henry M. Leland gegründet worden. „Ein knallhartes Geschäft“ soll es gewesen sein, denn der mittlerweile 79-jährige Leland soll schon vorher Ford um Hilfe gebeten haben, das Werk zu retten. Schon vier Monate später verließ Leland zusammen mit seinem Sohn Wilfred die Firma. Denn es war nur logisch, die fordschen Produktionsmethoden auch im Lincoln-Werk anzuwenden, womit Leland aber nicht einverstanden war.

1924, 6. März: Gründung der Ford Motor Company of Holland. 16. Mai: Gründung der Ford Motor Company A/B in Stockholm, Schweden. 10. Juli: Offizielle Bekanntgabe des beabsichtigten Neubaus einer großen Fabrik und Erwerb von Marschland in Dagenham bei London für £ 150.000.

1925 In Vorgriff auf eine absehbare Aufhebung der Einfuhrbegrenzung von ausländischen Automobilen in das Deutsche Reich, entschied sich Ford eine unabhängige Gesellschaft zum Vertrieb und zur Herstellung von Ford-Fahrzeugen in Deutschland zu gründen. So erfolgte am 18. August die Gründung der Ford Motor Company mit Sitz in Berlin und 37 Mitarbeitern, die zunächst nur den Vertrieb und die Ersatzteilversorgung regelte. Zuvor wurden schon 1.000 "Fordson" Traktoren importiert. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Edsel Ford, der Sohn des Firmengründers, bestellt. Als Geschäftszweck benannte die neue Firma die "Herstellung, den Kauf, den Umsatz oder Handel" mit technischen Gegenständen. Das waren nach dem damaligen Verständnis neben Automobilen "Transportmittel jeglicher Gattung ohne Rücksicht auf die Art des Antriebs". Die neue AG hatte zum Start ein Aktienkapital von fünf Millionen Reichsmark aufzuweisen.
Ford France bezieht ein neues Werk in Asnières, Paris. Das englische Werk in Trafford Park baut im April seinen 250.000 Ford T.

1926 30. Januar: Gründung von O/Y Ford A/B (Ford Finland) in Helsingfors (Helsinki).

Produktion im Werk Highland Park
Produktion im Werk Highland Park

In gemieteten Hallen am Westhafen in Berlin-Plötzensee werden ein Ersatzteillager und ein Montagebetrieb eingerichtet. Nach acht Tagen - am 8. April - läuft das erste in Deutschland montierte T-Modell vom Band. Pro Tag folgen etwa 50 Einheiten. Das Berliner Werk wurde von Mitarbeitern von Ford Dänemark aufgebaut und der Werksleiter, der den Betrieb effektiv führte, konnte zwar Deutsch lesen, anfangs jedoch nicht Deutsch sprechen!
Die Dürener feierten Gustav Münz als Sieger des vorerst letzten Eifel-Rennens, aber nach Prüfung der Resultate wurde Felten aus Wermelskirchen zum Sieger erklärt. Trotzdem gratulierte Henry Ford persönlich Münz mit einer Postkarte. Erst mit dem Bau des Nürburgrings endete das 33 km lange Rennen über Kopfsteinpflaster und Schotterstraßen.

1927 Die Umstellung der Produktion vom Ford T auf den Ford A sorgt für eine vorübergehende Schließung des Berliner Werks (nach ca. 9.000 gebauten Fahrzeugen). Auch die Produktion des Ford T in Manchester wird eingestellt. Dort wurden 300.000 Fahrzeuge produziert.

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurden in mehreren Ländern weitere Montagewerke angesiedelt, so in Belgien, in den Niederlanden (1924/1932), in der Türkei (1928/1929), Rumänien (1931/1936) und in Ungarn (1938/1941). In Schweden (Unternehmensgründung 1924), Ägypten (1926), Finnland (1926), Portugal (1932) und Griechenland (1932) wurden dagegen erst nach dem Zweiten Weltkrieg Montagebetriebe aufgebaut.

1928 Import der ersten A-Modelle. Am 20. August rollt der erste in Berlin zusammengebaute "A" aus der Halle.  Henry und Clara Ford, inkognito unterwegs als "Mr & Mrs Robinson", kamen in Southampton an, um Fords britische Aktivitäten zu inspizieren. Ferner besuchten Sie das Königspaar sowie diverse Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Henry beauftragte Sir Percival Perry damit, Ford Britain zum Nabel der neuen europäischen Ford-Organisation zu machen. Das geplante Werk Dagenham sollte das Produktionszentrum in Europa werden und die Montagebetriebe in Manchester, Cork, Paris, Berlin, Antwerpen, Barcelona, Kopenhagen, Triest, Stockholm, Helsinki, Rotterdam und Istanbul beliefern. Im Jahre 1930 kehrte Henry noch einmal zurück, um die Fortschritte zu kontrollieren.
Ford gründete Fordlandia, eine Retortenstadt im Amazonas Dschungel zur Kautschuk-Gewinnung.

1929 Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet eine amerikanische Ford Trimotor 5-AT-C im Zuge einer Europa-Tour durch 21 Länder. Die Maschine wurde später verkauft und 1930 bei einer Notlandung mit zwölf Toten zerstört. Als der Erzrivale Chevrolet die Adam Opel AG übernahm, entschloß man sich Ford eine eigenständige deutsche Automobilfabrikation aufzubauen. Köln wird als Standort für das neue Werk festgelegt. Edsel Ford legt mit einem Silberspaten den Grundstein für das neue Werk in Dagenham. Ford Italiana gibt angesichts seines neuen Werksgeländes in Livorno Expansionspläne bekannt, deren Umsetzung jedoch nach Protesten von Fiat-Chef Giovanni Agnelli bei Diktator Mussolini untersagt wird.

1929 begann Ford USA den Russen beim Bau eines Montagewerks vor den Toren von Nizhni Novgorod zu helfen. Zuvor waren Personen- und Lastwagen des Modells A bereits in einer kleinen Fabrik in Moskau montiert worden. Die neue Anlage in Nizhni, das 1932 in Gorki umbenannt wurde, wurde am 1. Januar 1931 in Betrieb genommen. Die Fabrik hatte vom ersten Tag an mit Schwierigkeiten zu kämpfen und stellte 1932 nur 24.000 Ford-A-Modelle her - anvisiert war ein Produktionsziel von 140.000 Fahrzeugen. Der Vertrag mit Ford endete zwar im Jahr 1935, doch der von den Russen gebaute Ford, der unter dem heute noch verwendeten Namen GAZ bekannt war, wurde über die nächsten zehn Jahre weiter produziert und leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der russischen Automobilindustrie.

1930 Während der Weltwirtschaftskrise gelang es dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer, Ford zum Bau eines kompletten Werks in Köln zu veranlassen. Ford kauft ein 68 Morgen großes Gelände im Kölner Stadtteil Niehl. Man benötigte ein großes Grundstück, da man ein ausgedehntes Gebäude mit Produktion, Montage und Verwaltung plante und auch Erweiterungen möglich sein sollten. Des Weiteren sollte die Expansion in der Nähe eines Ballungsraumes stattfinden und zur besseren verkehrstechnischen Anbindung war die Lage an einem Hafen bzw. der direkte Bau einer werkseigenen Hafenanlage von Nöten. Aus diesen Faktoren ergab sich, dass eine Erweiterung Berlins nicht in Frage kam.
Am 2. Oktober legt Henry Ford dort den Grundstein für das Werk. Der Entwurf des Essener Professors Edmund Körner wurde innerhalb von wenigen Monaten ausgeführt. Körner verband, amerikanischen Vorstellungen von der integrierten Fabrik folgend, Büros, Kraftwerk und Produktionshallen in einem einzigen Baukörper: der mehrstöckige Büroflügel bildet eine Flanke der Produktionshallen; das Kraftwerk vermittelt zwischen Büro- und Hallen-(Rhein-)front. Die als Eisenbetonkonstruktion ausgeführte Fabrik ist mit Backstein zwischen schlanken, verputzten Profilen verkleidet, die ursprünglich dunkel, später weiß gestrichen wurden.

Der portugiesische Rennfahrer Eduardo Ferreirinha baute zwischen 1930 und 1938 in Porto Sportwagen auf Ford-Basis. Der "Edfor V8" von 1938 hatte eine Spitzengeschwindigkeit von über 170 km/h.

1931 Am 15. April schließt das Berliner Werk. Der erste Ford aus Köln lief am 4. Mai 1931 um 15.13Uhr vom Band. Es war ein Modell AA Lastwagen, der zu einer Werbefahrt durch Deutschland startete.Die Tagesproduktion war zunächst auf  60 Wagen ausgelegt. Die Kapazität des Werkes betrug 150 Fahrzeuge und 75 Motoren im 1-schichtigen Betrieb von 8 Stunden mit max. 1.200 Arbeitsplätzen. Es galt die 40 Stunden-Woche. Der Stundenlohn bei Ford betrug mindestens 2 Mark (in der benachbarten Industrie wurden nur 1,60 Mark gezahlt). Urlaub war für Lohnempfänger nicht üblich. Es wurde jedoch berücksichtigt, dass die Arbeiter gelegentlich Frei nehmen. Angestellte konnten mit 400-800 Mark Gehalt und 2 Wochen Urlaub rechnen. Kündigungsfrist 1 Monat.
Dem schnellen Aufstieg folgt der jähe Fall: Nur sechs Monate nach Beginn der Produktion und 1.967 gefertigten Fahrzeugen werden die Fließbänder als Folge der Weltwirtschaftskrise bereits wieder abgeschaltet und die Fabrik stillgelegt. Von den 619 zu diesem Zeitpunkt in Köln beschäftigten erhielten 400 die Mitteilung, dass sie vom nächsten Tag arbeitslos seien - Kündigungsfristen oder gar -schutz gab es bei den Fordwerken traditionell nicht, dies nicht zuletzt ein Preis für hohe Löhne und die damals noch sehr ungewöhnliche 40-Stunden-Woche.

1932 Die Weltwirtschaftskrise ist auf ihrem Höhepunkt. Im Ford-Werk kommt die Produktion fast zum Stillstand. Die Produktion wird vom Modell A auf das Modell B umgestellt, das später den Namen "Rheinland" erhält. Gleichzeitig wird das neue Modell "Köln" entwickelt.
Mit einer Strahlenfahrt weiht der ADAC die "Kraftfahrstrecke" von Köln nach Bonn ein. Sie führt über das erste, 20 Kilometer lange Teilstück der ersten Autobahn, die das rheinisch-westfälische Industriegebiet mit dem Mittelrhein verbinden soll.

1933 Im Kölner Ford-Werk wird das Typen-Programm mit Modell B (Rheinland), Modell Y (Köln), Ford V8 und den Nutzfahrzeugen beibehalten. Der Verkauf von Ford-Fahrzeugen verläuft auch nach 1933 weiterhin schleppend, da der Makel eines Auslandsfabrikat noch immer nicht abgelegt werden konnte. Dieser Zustand ist naturgemäß unter dem neuen NS-Regime äußerst bedrohlich, weshalb die Firmenleitung keine Mühen scheut, für die Kraftfahrzeuge den Status eines „deutschen Produkts“ durchzusetzen. Neben Werbefeldzügen versucht man das insbesondere durch eine stete Erhöhung der deutschen Zulieferungsteile, um die geforderten 95 Prozent von in Deutschland gefertigten Teilen an jedem Wagen zu erreichen. Die Notwendigkeit, als „deutsches Produkt" anerkannt zu werden, ergibt sich seit spätestens Mitte der 1930er Jahre insbesondere aus dem Bestreben der Ford-Geschäftsleitung, mit Wehrmachtsaufträgen bedacht zu werden. Mit dieser grundsätzlichen Entscheidung der Firmenzentrale, sich an das NS-Regime anzupassen, war die Geschäftspolitik mit Billigung der amerikanischen Zentrale für die nächsten Jahre festgelegt. Ende 1933 waren immerhin wieder 704 Mitarbeiter im Kölner Werk beschäftigt.
Die Ford Mannschaft gewinnt die 2.000 km lange Alpen Rallye.

1934 Die Produktion in Deutschland verdoppelt sich gegenüber dem Vorjahr. Infolge der immer stärkeren Abkehr von einer Zulieferung vorgefertigter Teile aus amerikanischen und britischen Ford-Betrieben und der Hinwendung zu vermehrter Eigenproduktion wandelt sich der Kölner Montagebetrieb zunehmend in einen Produktionsbetrieb klassischer Prägung mit 1.139 Mitarbeiter Ende 1934. Der erste Lehrling schließt seine Ausbildung bei Ford ab.
Ford und das Straßburger Unternehmen Mathis fusionieren zu 'Matford', um lokale Produktionsvorschriften zu umgehen.

1935 Am 21. Mai 1935 läuft in den Kölner Ford-Werken die Produktion des „Eifel“ an, des ersten komplett aus deutscher Zulieferung bestehenden Ford-PKWs. Bis Jahresende haben 1.707 Beschäftigte bereits eine Jahresproduktion von 12.768 Wagen erreicht. Köln baut als einziges europäisches Ford-Werk ab August den V8-Motor.
Im 500 Meilen Rennen von Indianapolis starten die Miller-Ford mit V8 Motor, Vorderradantrieb und hinterer Einzelradaufhängung.

Ford Werkstatt in den 30er Jahren
deutsche Ford Werkstatt in den 30er Jahren

1936 Die Aufwärtsbewegung setzt sich fort. Ford-Köln beginnt mit der Ausfuhr von Einzelteilen an die übrigen Ford-Gesellschaften, auch in die USA. Es wurden im Kölner Werk zusätzliche Hallen gebaut, da bereits die Kapazitäten ausgeschöpft waren. Gleichzeitig wird der Kundendienst durch die Einführung des Motor-Austauschverfahrens erweitert. Die Modellpalette verringert sich auf die Modelle V8 und Eifel, dazu werden die Lastwagen V8 und BB gebaut.
In den 30er Jahren hatte sich Ford ebenso wie die beiden anderen großen US-Hersteller General Motors und Chrysler zunächst einmal vom Motorsport verabschiedet. In Deutschland beschränkten sich die Aktivitäten daher auf erfolgreiche Teilnahmen bei den zu jener Zeit beliebten Gelände- und Deutschlandfahrten.
Bemerkenswert der Sieg (nur 2,2 Punkte vor einem Renault) des Rumänen Zamfirescu-Cristea auf einem in Köln gebauten, offenen V8-Modell bei der Rallye Monte Carlo. Sie wählten mit Athen den schwierigsten Startort, der aber auch die meisten Punkte brachte. Die spezielle Leichtbaukarosserie verzichtete auf eine Heizung. Im Balkan bekamen sie noch Wölfe zu Gesicht und führten zur Sicherheit einen Revolver mit. Zamfirescu erinnerte sich in den 80ern: "Fahrer und Beifahrer wärmten sich mit Cognac- und Weinflaschen". Drei der V8 landeten unter den ersten Sechs. Die niederländische Ford Mannschaft gewinnt den Alpenpokal 1936.

1937 Die in Köln produzierten Fahrzeuge werden offiziell als "Deutsches Erzeugnis" eingestuft. Der Export von Fahrzeugen und Einzelteilen steigt. Als Folge der vorgestellten Typenbeschränkung durch den Generalbevollmächtigten des Deutschen Reiches für Kraftfahrwesen, Schell, hört zu Beginn des Jahres der freie Nutzfahrzeugmarkt auf zu existieren.
Ein Damenteam auf Matford V8 stellt im Rundkurs von Montlhéry zehn Weltrekorde ein, als sie 30.000 km mit einem Durchschnitt von 140 km/h abspulen.

1938 Alle drei Minuten entsteht in Köln ein Auto. Die Kapazitätsgrenze des Werks ist erreicht. In sicherer Entfernung zur französischen Grenze errichtet Ford ein zweites Montagewerk in gemieteten Hallen von Ambi-Budd in Berlin-Johannisthal.
Der Niederländer Bud Bakker Schuut gewinnt die Rallye Monte Carlo auf einem bei Matford im Elsaß gebauten serienmäßigen V8 F81. Unter den ersten Sieben sind fünf V8-Modelle, von 26 gestarteten Ford gewannen 19 einen Pokal. 26 Ford nehmen an Meisterschaften teil, davon gewinnen 19. In der Gesamtklassifikation belegt Ford die Plätze 1, 4, 5, 6, 7, 14 sowie 15.
Das sportlich erfolgreichste Jahr für Ford.

1939 Am 2.1.39 erfolgt die Grundsteinlegung für ein neues Werk in Berlin-Johannisthal, in das auch die Ford Hauptverwaltung verlegt werden soll, das aber berits 1941 wieder geschlossen wird. Der Taunus (Spitzname „Buckeltaunus“) kommt als Weiterentwicklung des Eifel auf den Markt. Der Firmenname lautet nun „Ford-Werke AG“. Die ersten polnischen Kriegsgefangenen sind im September zur Arbeitsleistung in den Fordwerken angekommen, wo sie in besonderen Lagern untergebracht und von Soldaten bewacht werden. Gründung des Flugzeugmotorenbauers Fordair als Tochtergesellschaft der Ford France in Bordeaux. Die französische Ford-Tochter beginnt im Oktober mit der LKW-Produktion in der Nähe von Bordeaux.

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